Spuren
Spuren sind die Abdrücke deines Lebens. Sie zeigen, wo du gestanden oder gegangen bist. Sie zeigen den bisher zurückgelegten Weg. Wie interessant wäre es, den Pfad deines Weges als Bild sichtbar zu machen? Was könntest du daraus mitnehmen auf den Weg, der noch vor dir liegt?
Wir alle hinterlassen unsere Spuren und auch in uns zeigen die sich. Kannst du dich erinnern, welche Wege du bis hierhin gegangen bist? Was haben die dir aufgezeigt? Wo haben die dich hingeführt?
Oftmals formen oder prägen die Spuren deiner Vergangenheit den vor dir liegenden Weg.
Alles hinterlässt seine Spuren. Es gibt nichts, was keine Spuren hinterlässt.
Unsere eigenen Spuren liegen hinter uns. Begegnen wir einem Menschen, können wir dessen Spuren sehen. Laufen wir in diese Richtung, kreuzen sich unsere Spuren… und diese können Gemeinsamkeiten offenbaren. Vielleicht sind wir uns bereits begegnet. Vielleicht haben wir das gleiche erlebt. Wobei dieses Erlebnis natürlich von einem selbst abhängt, denn nie ist etwas gleich, auch wenn es so scheint. Wenn wir uns bereits begegnet sind, teilen wir ein Erlebnis, eine Erfahrung vielleicht auch ein Miteinander.
Wir beschreiten Wege, die andere schon gegangen sind. Wir gehen neue Wege, die andere vielleicht erst noch gehen dürfen oder sie nie gehen werden.
Begegnungen finden auf diesen Wegen statt. So ist es möglich, dass enge Verbindungen oder Seelenfamilien, Seelengeschwister sich im Hier und Jetzt wiederfinden. Über die Wege, die man gemeinsam in alten Zeiten gegangen ist. Vielleicht, weil es an der Zeit war, sich im Jetzt wieder zu finden.
Spuren, so gibt es jene, die nur einen leichten Hauch von Abdruck hinterlassen. Und solche, die sich tief ins Erdreich hinein drücken. Vielleicht bedeutet die Tiefe eines Abdrucks die Tiefe, was dieser Mensch gerade in sich erlebt. Wie tief er in sein Innen eintaucht, um Gewesenes zu verarbeiten. Vielleicht bedeutet diese Tiefe auch, dass dieses Thema erfolgreich abgeschlossen wurde.
Manchmal begegnet man seinen eigenen Spuren erneut. Vielleicht deshalb, weil man selbst erkennt, dass der Weg in die Richtung gerade nicht passt und man aus diesem Grund wieder ein Stück zurückgehen darf.
Auch kann es vorkommen, dass wir genau wissen… diesen Weg sind wir schon einmal gegangen. Doch können wir unsere Spuren nicht mehr entdecken. Es ist, als wären diese Spuren ausgelöscht oder verschwommen. Vielleicht ein Hinweis an uns, danit wir diesem Thema, diesen Begegnungen mit diesen Erfahrungen abschließen, sie in den Frieden bringen dürfen.
In allen Kulturen dieser Welt gibt es die Spurensucher. In der heutigen modernen Zeit sind es die Menschen, die über schamanische Reisen, Meditationen, Befragung der Akasha Chronik uvm. Dinge in Erfahrung bringen können, die wichtig für die eigene, weitere Entwicklung sind.
Ist es möglich, in den gleichen Spuren erneut zu gehen? Ich denke eher nicht. Denn unser Leben entwickelt sich stetig weiter, und wir werden nie die gleiche Energie, in der gleichen Stimmung, der gleichen Situation oder den gleichen Erfahrenswerten stecken. Fast scheint es, als würden wir mit jedem Schritt, den wir machen, unsere alte Haut zurücklassen und in diese können wir nicht mehr zurückkehren.
Wenn wir selbst mit positiven Gedanken unsere Zukunft beziehungsweise unsere Gegenwart manifestieren, würde es uns auch nichts bringen, in die alten Fußspuren zurückzukehren.
Jede Spur führt uns zu etwas hin. Das, was wir an ihrem Ende erfahren oder daraus machen ist eine der Essenzen unseres Lebens.
Und so hinterlassen wir alle unsere Spuren, die uns mit den wundervollsten Menschen und Tieren zusammenführen. Die uns zeigen, wie wertvoll ein Miteinander ist und auch Momente des Alleinseins. Und so hat alles seine Zeit und seinen einzigartigen Moment den wir ergreifen können und bevor wir nein sagen, sollten wir immer prüfen, ob es nicht doch möglich ist…
von Herzen… Amara
